E27 Welche Rolle spielen Frauen für eine klimafreundliche Landwirtschaft, Sandra Contzen?
Shownotes
Die UNO hat das Jahr 2026 zum «Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft» erklärt. Damit soll sichtbar gemacht werden, welchen grossen Einfluss Frauen in der globalen Landwirtschaft haben – und gleichzeitig ihre Rolle stärker gewürdigt werden.
Auch in der Schweiz arbeiten rund 40’000 Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben. Dennoch werden nur rund 7 Prozent der Schweizer Höfe von Frauen geführt.
Mehr Frauen in Schlüsselpositionen könnten das Potenzial für klimafreundlichere Produktionsweisen erhöhen, sagt Sandra Contzen. Sie ist Agrarsoziologin an der Berner Fachhochschule und erforscht seit Jahren die Stellung von Frauen in der Schweizer Landwirtschaft.
Studien weisen darauf hin, dass vielfach Frauen auf Bauernhöfen Innovationen anstossen und nachhaltige Praktiken vorantreiben. Dabei sei es weniger eine Frage der Biologie als vielmehr des Hintergrunds: «Frauen haben häufig ausserhalb der Landwirtschaft Erfahrungen gesammelt und sich ein Netzwerk aufgebaut, bevor sie einen Hof übernehmen», so Contzen.
«Wenn Frauen ihre Ansichten stärker einbringen und Entscheide mitgestalten können, werden wir uns stärker in Richtung einer ökologischeren und klimaresistenteren Landwirtschaft bewegen», ist Contzen überzeugt. Allerdings sei bei diesem Thema noch mehr Forschung nötig. «Bis jetzt hat sich die Agrarsoziologie vor allem den eingeheirateten Frauen gewidmet, also den Bäuerinnen. Dabei ging es um unentgeltliche Mitarbeit oder fehlende Sozialversicherung», sagt Contzen. Das seien bisher die grössten Herausforderungen gewesen.
Aktuell liefen europäische Studien, die derzeit die Rolle von Frauen bei Innovationen in der Land- und Ernährungswirtschaft beleuchten. Solche Forschung sei wichtig und sollte vermehrt stattfinden. Sandra Contzen ist zu Gast im aktuellen Podcast.
Weitere Infos:
www.klimabauern.ch www.klimalandwirtschaft.ch Frauen in der Landwirtschaft Agrarsoziologie BFH SBV zum UNO Jahr SBLV zum UNO Jahr
Transkript anzeigen
00:00:06: Es scheint ein bisschen eine Genderfrage zu sein.
00:00:09: Die Frage ist, ob es wegen der Frauen oder wegen des spezifischen Lebensverlaufs von den Frauen
00:00:19: ist?
00:00:21: Ich glaube, die Frau auf einem Bauernhof schaut das Gesamt ein wenig an.
00:00:27: Es geht auch so etwas um die Gesundheit vor allem.
00:00:33: Wenn die Frauen dort mehr ihre Ansichten bringen können mit entscheidenden Sachen anders denken ... dann werden wir wahrscheinlich auch richtig ökologischere Klimaresistenten in der Landwirtschaft
00:00:48: gehen.
00:00:50: Landwirtschaft, Klima-Wandel – der Podcast des Projekts «Klimaneutrale Landwirtschaft Graubünden».
00:00:58: Wie gelingt es den Bühnen und Bauern sich im Klimawandel anzupassen?
00:01:02: Wie gestalten Sie Ihre Produktion klimafreundlich?
00:01:05: Und was können wir als Konsumentin oder Konsument machen, wenn man uns kliimaverträglich ernähren will?
00:01:11: Wir reden darüber und stellen vor, was heute schon zwischen dem Hof Feld und Teller gemacht wird.
00:01:18: Willkommen, schön Sie hinter dabei!
00:01:21: Klimafreundlich arbeiten, Ressourcen schonen und sie möglichst effizient einsetzen – das wird mit Blick auf die Zukunft immer wichtiger.
00:01:29: Aus sich auf die neuen klimatischen Bedingungen einstellen macht es Sinn.
00:01:33: Beispielsweise auf einem Bauernhof der Umgang mit Wasser neu zu denken oder auch am Boden speziell zu schauen damit er mit so extremen Wetterbedingungen wie Hitze und Trockenheit besser umgehen kann.
00:01:43: Der Blick auf den eigenen Hof durch die Klimabrille kann bedeuten, dass man bereit sein muss, bekannt zu hinterfragen und für ein neues Offen zu sein.
00:01:52: Gerade wenn man vielleicht etwas bei der Produktion umstellen will, dann braucht es einen langen Schnauf, weil jemand ganz gezielt Humusaufbau auf seinen Flächen geht.
00:02:01: das beispielsweise auch nicht von heute auf morgen – der Horizont ist sehr langfristig.
00:02:05: Nachhaltiger Wirtschaften hat das Klima im Blick und der lange Wege unter die Füße nehmen Das braucht es, wenn jemand etwas verändern will.
00:02:15: In dieser Episode nimmt sich das Wunder, welche Rolle explizit Landwirtinnen und Betriebsleiter dabei spielen.
00:02:22: Zum aktuellen Urnojahr der Landwirte schauen wir her.
00:02:26: Klar, jeder Betrieb ist natürlich anders und für allgemeinige sind schwierig.
00:02:30: Gleiches gibt es Studien, die sagen, dass Frauen häufig eher bereit sind auf so einen Weg zu machen.
00:02:36: Aber ist das wirklich so?
00:02:37: Und wenn ja warum?
00:02:39: Diese Fragen gehen später an Sandra Konzen.
00:02:42: Sie forscht zu sozialen Strukturen und den Rollen der Frauen in der Landwirtschaft.
00:02:47: Zuerst schauen wir auf Langwart.
00:02:50: Dort, an der landwirtschaftlichen Bildungsstätte im Blantenhof, findet die Höhe der erste Einführungskurs Klimaneutrale Landwirtschaft statt.
00:02:57: Betriebe, die ihren Hof klimafreundlich und klimafit machen wollen, sind dort dabei!
00:03:02: Im Kurs hat es auch mehrere Frauen, die sich dort zu Rüstzeug holen, zum später daheim auf den Hof die richtigen Klimahäbel zeuchen zu können.
00:03:12: Der Weberhörsaal am Plantenhof ist gut gefüllt – im modernen Betonbau sitzen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von dem ersten Einführungskurs zur klimaneutraler Landwirtschaft Graubünden an ihren Tisch.
00:03:22: Vorne würft der Beamer Bilder vom Bodenlebenwesen entwandt unter Dozent erzählt wie wichtig diese Tiere sind wenn es darum geht, Klimafeite in die Ecke und Felder zu haben.
00:03:32: Alle Dordinnen sind gekommen, weil sie sich für das Thema interessieren und weil der Kurs voraussetzung ist, um dabei zu sein beim planten kantonalen Förderprogramm für eine klimafreundliche Landwirtschaft.
00:03:43: Mehr Zahlen von rund thirty-fünf Menschen sind Männer, es hat aber auch eine gute Hand von Frauen dabei.
00:03:49: Eine ist Romana Nikke aus Donat im Shams.
00:03:52: Sie bauen dort zusammen mit ihrem Mann auf einem Biohof mit Mutter gehören.
00:03:56: Es ist interessant zum sehen.
00:03:58: was kann man ändern?
00:04:01: Man erfährt hier sehr viel, man kriegt sehr viele Informationen.
00:04:05: Wenn man immer nur gehört, klibt man in den Änderungen, ja wenn man sich nicht informiert weiss man nicht wirklich was damit anfangen
00:04:12: und
00:04:12: da kriegt man mal mit um was es eigentlich geht.
00:04:17: Die Romana ist zusammen mit Anna-Michelow Lankwarko.
00:04:20: Sie sind Nachbarn.
00:04:21: Sie hat vor Kurzem die Landwirtschaftslehre abgeschlossen und schafft jetzt ein Heim auf dem älterlichen Betrieb.
00:04:26: Es ist eben interessant.
00:04:29: kannst du viel Neues kennenlernen.
00:04:31: Und jetzt mehr mit einem Betrieb im Berggebiet, dann vielleicht gewisse Sachen auch schon einhalten oder machen und dann denken wir ja jetzt mal mitmachen und schauen was es da so Neues gibt oder was wir eben schon machen.
00:04:45: Ein
00:04:46: bisschen weniger weiten Weg als Dana und Romana hat durch sie Stäubchen gehabt.
00:04:50: Sie führt mit ihrem Partner Cienins in der Bündnerherrschaft einen Betrieb also nur gerade den Steinwurf weg vom Plantenhof.
00:04:57: Sie haben Mutterkühe, ein bisschen Zuckerbau und Reben.
00:05:00: Sie haben sich für den Kurs angemolden, weil sie in der Pilotphase des Projekts klimaneutrale Landwirtschaft hier und dort die Berührungspunkte hatten.
00:05:07: Sie waren letztes Jahr bei einem Arbeitskreis von einem der Klimaprojekten dabei gewesen.
00:05:12: Arbeitskreisen sind Treffen von Landwirtinnen und Landwirten, die endlich Interessen haben und auf ihrem Hof mit ähnlichen Themen zu tun haben.
00:05:19: Und diese Themen, die wir etwas gesprochen haben, das uns sehr interessiert hat ... Und daher haben wir gesagt, ja hier an diesem Thema Klimaneutral möchten wir gerne weiter machen.
00:05:31: Dromana Nikke und ihrer Partner dienen eigentlich schon beim Start des Projekts Klimaneutrale Landwirtschaft.
00:05:36: Grabünden will er dabei sein.
00:05:38: Sie haben sich beworben gehabt als einer der Fünfzig Pilotbetrieb – du hast es aber nicht geklappt!
00:05:43: Jetzt, wo die Erfahrungen aus dem Projekt in dem Einführungskurs an weitere interessierte Betriebe weitergehen werden, haben sie zusammen den High-Entschieders nochmal zu probieren und sich angemolden.
00:05:54: Der Nachbarnin von Nikas, Dana Michael, war der Papa, der die Rastos gegeben hat zum Betrieb anmelden.
00:06:02: Zuerst haben wir auch eine Abwechslamex hier in den Kurs zu kommen.
00:06:06: Aber es hat sich eigentlich so ergeben, dass ich erst mal gekommen bin,
00:06:13: weil
00:06:14: ich eventuell auch mal den Betrieb übernimmt habe und dann sah ich das halt an.
00:06:18: Auf die
00:06:20: Frage, wer bei Ihnen der Heidi treibend kraft war um sich auf den Weg für mehr Klimaschutz und Klimanabpassung zu machen und sich an dem Kurs anzumelden, schmunzelt durch sein Stäubchen.
00:06:30: Also wir führen das Thema den Betrieb.
00:06:33: jedoch der Anstoß ist sicher tendenziell von meiner Seite kommt darin geht Und dem Putz kommen tendenzielle auch aus meiner Seite
00:06:43: Durchs Stäubchen engagiert sich neben heimischen Betrieb auch noch im kantonalen Vorstand der Bühnen und Landfrauen.
00:06:50: Sie beobachten das schon, dass es eher die Frau ist, die mit ihr verneues kommt – gerade wenn's darum geht, den Betrieb weiterzentwickeln!
00:06:58: Ich glaube, eine Frau auf einem Bauernhof schaut so die Gesamte ein bisschen an.
00:07:04: Es geht also um die Gesundheit von allem.
00:07:07: Sagt das per Familie?
00:07:08: Sagt dies bei den Tieren?
00:07:10: Und natürlich ... ja... auch vom Bodan und alles.
00:07:15: Nur ein Beispiel für Tierhomiopatien waren ja die ersten Frauen, die das eigentlich angewendet haben.
00:07:21: Und jetzt sieht man länger, dass sie mehr an Männer in diese Kürze gehen oder so.
00:07:26: Darum braucht es manchmal Dinge wie solche Sachen halt auch Frauen, wo jemand den Anstoß gibt für diese Sache.
00:07:32: Ein bisschen vom Althergebrachte sage ich.
00:07:36: So ein wenig die Weitsicht einzubringen.
00:07:39: Stimme und Stimmungen vom ersten Einführungskurs für klimafreundliche Landwirtschaftslanggart.
00:07:45: Wir haben gehört, was die Motivation dieser Frauen ist, um dabei zu sein – und man hat auch gehört von wo der Anstoss kam zum Mitmachen.
00:07:52: Aus Anlass des Unojahres der Frauen in der Landwirtschaft leidet unser Fokus heute auf ihn.
00:07:58: Welche Rolle spielen sie wirklich wenn es darum geht Neues anzustoßen und Innovationen auf dem Hof für Schiedstreiben?
00:08:04: Über das habe ich mit Sandra Konzenkret.
00:08:06: Sie ist Dozentin für Agrarsoziologie, bei der Hochschule für Agrarpforscht und Lebensmittelwissenschaften in Zollikhofen-Bibern.
00:08:13: Die Frau in der Landwirtschaft ist eines ihrer Hauptforschungsgebiete.
00:08:19: Sandra Koncenkret, du forschst seit Jahren zu lebens- und arbeitsbedingenden Schweizer Landwirtschaft mit starkem Fokus auf die Frauen, auf die Rolle der Frauen.
00:08:29: Wie gesagt, du bist DozentIn für Agrarsoziologie ... Aber was ist das eigentlich?
00:08:35: Das ist die wissenschaftliche Disziplin der Soziologie, die sich mit den Menschen in der Landwirtschaft befasst.
00:08:41: Nicht nur mit Menschen, die in der Landschaft arbeiten, sondern auch ein bisschen an der Schnittstelle zwischen landwirtschaftlich und nicht-landwirtschaftlichen Bevölkerung – also alles, was mit Menschen zu tun hat.
00:08:52: Die Menschen in dieser Landwirtschaft haben aber auch überaus einen sozialen Gefühl.
00:08:55: Was macht das Gebiet für dich so spannend?
00:08:59: Als ich mich angefangen habe mit mehr Forschung ... Was ich nur an der Uni war, habe ich gemerkt.
00:09:06: Die reine Soziologie ist für mich fast so etwas zu elitär abgehoben und ich bin dann per Zufall eigentlich in der Agrarsoziologie gelandet für meine Abschlussarbeit und konnte dort auch noch Konferenz haben und habe gemerkt, dass das Ganze ein bisschen gerdet.
00:09:21: Ich habe mich wie ernster gefühlt von den Leuten, die auch derartig waren.
00:09:25: Es war egal, ob ich erst meinen Abschluss gemacht habe und bei einer Soziologierungsgewicht hatte es das Elitäre, was mir nicht gefallen hat.
00:09:34: Das hat sich durchgezogen.
00:09:37: Die Beschäftigung mit der Landwirtschaft ist genau so geerdeter, weil die Landwirtschaft selber geerdet ist.
00:09:46: Können wir zu unserem Thema, den wir darüber reden wollen.
00:09:49: Wir haben vorhin eine Stimme von Frauen gehört, die im Kanton Graubünden einen Einführungskurs für pflegefreundliche Landwirtschaft besuchen um ihren Betrieb in diesem Bereich weiterzubringen.
00:10:00: Eine Frau hat gesagt der Anstoß ist eigentlich von ihr gekommen.
00:10:03: Sie habe das angegessen und sie beobachtet das auch ein wenig im Umfeld, dass es ehemalige Frauen sind Offensiv verneuert es auch bei solchen Themen.
00:10:13: Ist das eine schlechte Frage?
00:10:15: Es scheint ein
00:10:18: bisschen eine Genderfrage zu sein, die Frage ist jetzt wegen der Frauen oder ist es wegen des spezifischen Lebensverlaufs von den Frauen?
00:10:31: Die Mehrheit der Frauen in der Schweizer Landwirtschaft verratet ein.
00:10:35: Das heisst, sie sind nicht die predestinierten Hofnachfolgerinnen, die dann die Lehre machen und den Betrieb übernehmen.
00:10:42: Sie haben schon etwas anderes im Leben gesehen – es hat irgendeine Lehre gemacht, irgendetwas geschaffen und kommen vielleicht aus einem nicht-landwirtschaftlichen Hintergrund auf den Betrieb und schauen sich mit anderen Augen auf diese Betriebe.
00:10:54: aber auch Frauen, die älterlich betrieben werden.
00:10:58: haben häufiger, wie sie nicht in diese Richtung gepusht wurden.
00:11:01: Also nicht so sozialisiert worden sind.
00:11:03: Sie haben meistens noch etwas anderes gemacht bis sie merken, eigentlich ist das das, was ich machen möchte.
00:11:10: Darum haben Frauen, wieso ein kleiner breiter Horizont?
00:11:13: Haben es andere Netzwerke einfach per se aufgebaut oder können aufbauen müssen, weil sie nicht von Anfang an als die vorgesehene waren, die nachher Betrieb übernehmen.
00:11:25: Man kann schon auch sagen ... Das sieht man auch in Team- oder Reführungspositionen.
00:11:31: Grundsätzlich nimmt sich das Frau eine etwas längerfristige Perspektive ein.
00:11:34: Sie hat wahrscheinlich damit zu tun, dass Frauen Kinder bekommen können und sie durchbringen müssen.
00:11:40: Die langfristigen Perspektiven sind etwas, was vielleicht auch genetisch angeleitet ist bei den Frauen.
00:11:47: Und die haben einen Auswirk darauf, dass die Frauen auch betrieben anders anschauen und anders mit der Natur arbeiten, mit den Tieren arbeiten.
00:11:57: Das heisst, es ist keine biologische Frage sondern mehr eine Frage der Umstände.
00:12:00: Der Rucksack, den vielleicht die Frau auf den Hof bringt, ist ein anderer?
00:12:04: Genau!
00:12:05: Der ist anders.
00:12:06: Und er hätte wahrscheinlich genug Gewicht, dass sie das Kaviereinbringen kann.
00:12:13: Kommt natürlich immer darauf an, was für einen Rollen eine Frau nach dem Hof nimmt oder?
00:12:17: Also jetzt eine Frau, die einheiratet Und es ist ganz klar vorgesehen, wie der Betrieb geführt werden muss.
00:12:24: Weil das nur die alte Generation auch ganz klar sagt und es wirklich klar ist.
00:12:28: Der Sohn ist der Nachfolger und er hat Entscheidungsmacht.
00:12:32: Da hat Frau relativ wenig Spielraum, um irgendetwas zu bewegen.
00:12:37: Aber je ebberwürtiger, dass die Frau mitschaffen kann mitentscheiden oder wenn sie dann selber die Hauptbetriebsleiterin ist ... Dort kann sich die Frau wirklich ihre Perspektive an sich viel besser einbringen.
00:12:54: Es gab auch Untersuchungen.
00:12:57: In verschiedenen europäischen Ländern hat man angeschaut, dass die nachhaltige Landwirtschaft vielleicht auch eine Umsetzung von Klima-Massnahmen und eben diese Frauenthematik.
00:13:05: Wie ist die Studiolage hier?
00:13:06: Wie kann man sagen, es gibt einen gewissen Zusammenhang?
00:13:12: Die Studiologe ist jetzt nicht so wahnsinnig gut!
00:13:14: Ich denke, bisher hat auch die Agrarsozologie und ich selber vor allem Forschung zu den eingekürateten Frauen – also in der Schweiz zu den Bühnen gemacht.
00:13:24: Weil das die grosse Mehrheit von der Frau der Landwirtschaft ist und weil dort Herausforderungen wie die unbezahlte Mitarbeit, die fehlende Sozialversicherung etc.
00:13:33: einfach wie die Hauptproblematik war, wo man so etwas angeschaut hat.
00:13:38: Darum hat man dort schon Potenzial mehr Forschung zu machen, aber es gibt einzelne Studien.
00:13:45: Es ist im Moment auch mindestens zwei Projekte EU-weit am Laufen, wo es um die Innovationen der Frauen in den Landwirtschaft geht und auch im Ernährungsbereich ein bisschen breiter gefasst wird.
00:13:57: Dort werden hoffentlich Publikationen geben, die zeigen, welche Rolle das Frauen in der Innovation im Land- und Ernähringsbereich bringen.
00:14:05: Was ich von einem Der Berater von Inforama Weiss, der Bio-Umstellung schon seit Jahrzehnten macht.
00:14:12: Er hat mir gesagt, es sind die Frauen, die in den Treiben der Kräfte hinter sind und eben auch die eingerateten Frauen, denen sagen hey, wenn wir nicht in diese Richtung gehen und dann versuchen vielleicht über längere Zeit das so etwas zu puschen.
00:14:24: Sander Konzen aktuell sind rund sieben Prozent der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe auf Frauen geführt.
00:14:30: werden Leiter Deiner Meinung noch ein gewisses Potenzial, auch mit Blick auf klimafreundliches Produzieren beispielsweise wenn die Anteile erhöht werden würden.
00:14:38: Also wenn mehr Frauen wirklich an der Schalthebel sitzen?
00:14:41: Ich denke ganz klar dass das eine andere Landwirtschaft wäre wenn mehr Frauen an dieser Schalthelbe sitzen.
00:14:49: Es muss ja nicht sein dass sie dann einfach alleine das führen.
00:14:51: und ich glaube das ist ja etwas wo immer mehr sagen, ich mag das gar nicht alleine machen.
00:14:56: Weil die ganze Verantwortung hat und die Entscheidung, was ich treffe.
00:14:59: Die partnerschaftliche Betriebsführung sieht das mit einem liebes Partner in, aber auch sonst einbetriebspartnerschaften.
00:15:09: Das wird zunahmend.
00:15:10: Ich glaube, dass wenn die Frauen dort mehr ihre Ansichten bringen können mit entscheidenden Sachen anders denken, dann werden wir wahrscheinlich auch eine richtig ökologischere Landwirtschaft gehen – klimoresistentere Landwirtschaften.
00:15:26: Es ist natürlich eine gerede Frage wie heute man den Prozentsatz?
00:15:31: Also es ist nicht einfach, weil wir inzwischen etwa bei dem EFZ im Lernende haben.
00:15:39: und die Ruhetzwänzungen, welche dann auch abschliessen.
00:15:42: Also dort haben wir wirklich gesehen dass der Anteil in den letzten zwanzig Jahren viel stärker gestiegen ist als ein anderer Ort also danach bei den Betriebsleitungen.
00:15:50: Wir haben zum Beispiel auch hier einen HfL, wo ich angefangen habe.
00:15:52: von zwanziger Prozent haben wir zwanzige Prozent Studentinnen in der Agraromie gehabt.
00:15:56: Inzwischen sind es fünfzehn Prozent immer sonst mehr als Männer.
00:15:59: Die Frage ist halt wieso haben wir nachher den Gap?
00:16:05: den Unterschied zwischen denen, die abschliessen und einen Betriebsleitungen übernehmen.
00:16:10: Das ist schon etwas, das Vorbilder fehlen.
00:16:14: Es verweilt die Bewusstsein bei der alten Generation, dass auch die Tochter sie übernimmt.
00:16:19: Denn automatisch wird es immer noch der Sohn, der dem Betrieb nachfolge.
00:16:24: Auch vom weiteren Umfeld, sobald ein Sohn geboren ist, wird man sagen, du bist potenziell hierauf Nachfolger.
00:16:31: Du bist dann der Bauer ... Aber wenn das Mädchen geboren wird, wird man nicht sagen, dass sie die Hofnachfolgerin sein werden.
00:16:42: Ich glaube, dieses Spiel hat bei den Frauen selber etwas zu tun.
00:16:46: Je mehr Vorbilden, je mehr Frauen das machen, desto mehr man sich zutraut – ich habe das auch alleine.
00:16:53: Ich muss jetzt nicht warten bis ein Partner kommt und mit mir zusammen das machte.
00:16:57: Und ich kann es mal einfach pushen und das machen.
00:16:59: Aber auch die alte Generation, die das akzeptiert, dass eine Tochter nachkommt und nicht der Sohn nachkimmt.
00:17:10: Du weißt doch, ob ihr ein bisschen ins Schwanz gebt oder so?
00:17:13: Wie soll es Vorbilder geben, wenn man sagt, ja, maurintiert sich ein Vorbild aber hat sie noch zu wenig?
00:17:19: Oder ist das einfach im Prozess von PöpöpÖ kommt?
00:17:22: Ja, ich glaube es hat ja jetzt doch schon ein bisschen mehr Betriebsleiterinnen wie der vor noch zehn oder zwanzig Jahren.
00:17:31: Die sind einfach nicht so sichtbar!
00:17:33: Also das ist halt auch etwas.
00:17:35: in der Schweizer Landwirtschaft haben wir halt eine kleine Zweiteilung.
00:17:38: Wir haben auf der einen Seite den Bauernverband wo für das EFZ landwirt-landwirt in die Zuständig ist und man hat den Schweizer Spürinnen-Landfrau-Verband wofür die Bildungsbühre in die zuständig ist.
00:17:50: Die Bürgerinnen sind sichtbar, sie sind auch mehr oder weniger wertgeschätzt.
00:17:59: Mit Entlöhnung und Finanzierung ist noch nicht ganz so gut, denn da müssen sie stärker Wert geschätzt werden für die Arbeit, die sie machen.
00:18:05: Aber die Bürgerinnen haben eine gute Lobby.
00:18:11: Sie werden auch einbezogen vom Bundesamt für Landwirtschaft, wenn es um irgendwelche Arbeitsgruppen für AP-Ap.
00:18:20: Betriebsleiterinnen, Landwirtinnen, Agrronomien – die sind einfach noch nicht so sichtbar.
00:18:26: Das ist auch das, was wir mit unserem Projekt Frau in der Landwirtschaft versuchen zu puschen.
00:18:31: Die Frauen, egal was sie für eine Bildungshintergrund haben ... Haupt- oder ebebürtige Betriebsleitungen haben?
00:18:40: Oder mitschaften das Angestellte auf Betrieben, dass man die einfach mal sichtbarer macht und sagt, sie gibt's.
00:18:45: Die machen eine super Bütz.
00:18:47: Sie haben gute Ideen und das mir die einfach einmal zeigt.
00:18:50: Also ein bisschen ins Rauffensterst du auf dem Podium stellen, ein wenig anstrahlen sag ich einmal.
00:18:54: Aktuell läuft jetzt ein Jahr von der Landwirtin ... Ja es soll eben ein Spottlicht eigentlich auf die Rolle der Frauen in einer Landwirtschaft gehen.
00:19:04: Ja, noch gleichberechtigung fördern.
00:19:05: Was kann so ein Jahr bringen?
00:19:09: So ein Jahr kann einfach nur helfen, die Sichtbarkeit zu fördern.
00:19:13: Das haben wir schon versucht mit dem Projekt und wir wussten nicht wo wir das Projekt angefangen haben.
00:19:17: Dass es das Uno-Jahr geben wird.
00:19:19: Und dann ist plötzlich gekommen.
00:19:20: Wir denken ja super!
00:19:21: Das spielt uns genau in die Hände, dass man nämlich diese Sachen, die wir jetzt erarbeitet haben wirklich noch etwas besser zeigen könnte.
00:19:30: Ich glaube, es ist jetzt wirklich eine riesige Chance für die Schweizer Landwirtschaft, dass die Frauen und eben gerade die Frauen, die auch die Säge auf den Betrieben haben, stärker im Zentrum stehen können, sichtbar sind.
00:19:42: Und sich dann hoffentlich auch verstärkter in die Landwirtschaft einbringen
00:19:45: können?
00:19:46: Wenn wir uns etwas in Zukunft schauen, versuchen wir eine Vision zu entwickeln.
00:19:50: Was würdest du dir wünschen für vielleicht was für eine Landwirtschaft in zehn Jahren mit der Rolle der Frau?
00:19:59: In zehn Jahren, ich weiss nicht mehr so schnell arbeiten.
00:20:01: Aber sicher in zwanzig Jahren würde ich mir wünschen, dass es keine Rolle spielt, was für ein Geschlecht hat, wenn es darum geht eine Betriebe zu übernehmen.
00:20:12: Innerfamilie, aber auch ausserfamiliär, weil dort haben wir das auch noch hören.
00:20:16: Dass es keine Rollen spielt, woher man kommt.
00:20:19: Also komme ich jetzt aus dem bürlischen Milieu oder städtischem oder agglomerationensmilieu?
00:20:26: Dass die Leute, die Landwirtschaft betreiben wollen – egal ob Männchen oder Weibchen.
00:20:30: Oder andersgelegt, dass sie einfach die Möglichkeit haben, innovativ und für die Schweizer Landwirte auf wirkliche Landwirtschaft zu betreiben.
00:20:39: Sandra Konzen ist Agrarsoziologin und schafft an der Havel in Zollikofen in Bern.
00:20:45: Mehr zu ihr und ihrer Forschung finden ihr in den Show Notes.
00:20:49: Dort tun wir auch links hinein zum laufenden Urneujahr von Frauen in der Landwirtschaft und weitere Infos zum Thema.
00:20:57: Euer Segi, vielen Dank fürs Zulosen.
00:21:00: Wenn euch der Podcast gefallen hat, dann abonnieren doch, denn so verpassen daran sicher keine Folge mehr!
00:21:05: Wir sind auch auf Instagram unter klimabauern.
00:21:08: Ein grosses Danke geht außen ans Netzwerk Klima und Landwirtschaft wo der Podcast möglich macht.
00:21:14: Wir gehören uns nächstes Mal wieder bei Landwirtschaft Klimawandel mit mir im Silvio Lichti.
Neuer Kommentar