E28 Weltacker – Unser tägliches Brot und die Fläche dahinter

Shownotes

Würde man die globale Ackerfläche gerecht auf die Weltbevölkerung verteilen, blieben jedem Menschen rund 2000 m². Auf dieser Fläche – etwa so gross wie ein Eishockeyfeld – muss einiges wachsen: Früchte, Gemüse, Tierfutter, wenn es nicht von Wiesen und Weiden stammt, Fasern für Kleider und vieles mehr. Ein Weltacker macht auf diesen 2000 m² die globale Landwirtschaft sicht- und erlebbar. Massstabgetreu werden die weltweit 50 häufigsten Kulturen angebaut.

Weltweit sind rund 40 Prozent der Ackerfläche mit Getreide bepflanzt – auf einem Weltacker ist es derselbe Anteil. Ein Beispiel dafür ist der neuste Weltacker am Rand der Stadt Zürich. Co-Präsidentin Barbara Holzer erklärt: «Die Idee des Weltackers ist, zu verstehen, was die Welt eigentlich anbieten kann, um uns zu ernähren.» Das Projekt lädt dazu ein, sich mit den weltweiten Lebensmittelflüssen und der globalen Produktion auseinanderzusetzen.

Spannend wird es beim sogenannten Flächenbuffet: Dort wird sichtbar, wie viel Fläche für einen Teller Spaghetti oder ein Schnipo nötig ist. Tierische Produkte benötigen in der Regel mehr Platz – vor allem dann, wenn das Futter für die Tiere auf Ackerflächen produziert wird.

Die Idee des Weltackers stammt ursprünglich aus Deutschland. In der Schweiz gibt es bereits vier solcher Anlagen – neben dem in Zürich auch im solothurnischen Nuglar sowie zwei im Kanton Bern. Mehr zum geplanten Bündner Projekt gibt es weiter unten - den Besuch auf dem Weltacker in Zürich im Podcast.

Host: Silvio Liechti

Weitere Infos: www.klimabauern.ch www.klimalandwirtschaft.ch Weltacker Zürich Film Weltacker Weltagrarbericht

Transkript anzeigen

00:00:06: Auf allen Welteckern möchten wir drei zentrale Botschaften vermitteln.

00:00:11: Die erste ist, dass eben genug für alle hier ist.

00:00:14: Dann die zweite Botschaft ist, das jeder Bisse seinen Ort hat.

00:00:18: Also alles was wir zu uns nehmen, ist irgendwo gewachsen.

00:00:21: und die dritte Botschaft sind Leben ist Vielfalt, Vielfaltung ist Leben.

00:00:31: Das kann etwas beitragen zu unserem Fussabdruck wenn man nämlich schon als Kind erfährt was es heisst Was es braucht, dass wir am Schluss etwas zu essen

00:00:39: haben.

00:00:39: zum Teller Landwirtschaft, Klima, Wandel.

00:00:45: Der Podcast vom Projekt «Klimaneutrale Landwirtschaft Graubünden».

00:00:51: Wie gelingt es den Bauern sich am Klimawandel anzupassen?

00:00:54: Wie gestalten Sie Ihre Produktion klimafreundlich?

00:00:57: und was können wir als Konsumentin oder Konsument machen, wenn man uns kliimaverträglich ernähren will?

00:01:03: Wir reden darüber und stellen vor, was heute schon zwischen Hof-, Feld- und Teller gemacht wird.

00:01:11: Willkommen schön Sie dabei!

00:01:13: Die Welt muss essen.

00:01:15: Jeder Mensch braucht Energie in Form von Kalorien, er braucht Nährstoffe, Eiweiss, Fett, Vitamine und Mineralstoff zu überleben.

00:01:23: Dart-und-Weiss wie wir oder was man essen macht einen Unterschied zum Einten für unsere Gesundheit aber auch wenn es darum geht wie gross der Fußabdruck unserer Ernährung ist.

00:01:32: Heute reden wir über die Ressourcen und vor allem auch über Flächen, die es braucht um Nahrungsmittel produzieren.

00:01:38: Wir werfen den Blick auf die Äcker dieser Welt Die Ecken, die sind kostbar und sehr rar.

00:01:45: Beide, wo Landwirtschaft überhaupt möglich ist, gibt es nicht im Überfluss.

00:01:49: Ich versuche mal so ein bisschen einen anschaulichen Beispiel zu erklären.

00:01:54: Stellen wir unseren Öpfel vor?

00:01:55: Wir hätten den Öpfeln in der Hand und den Öpeln des Wehrs unserer Planeten.

00:02:00: In Schnittröpfeln wie am Messer in vier Teilen, drei Teile davon – also drei Viertel von der Erdoberfläche – sind von mehr bedeckt und können darum nicht infrage zum etwas abpflanzen.

00:02:11: Also nur ein Viertel ist überhaupt Land.

00:02:14: Der einen Teil vom Öpfel, den vierte halbieren wir jetzt nochmals.

00:02:18: Die seinten Öpfelsstücke sind Hochgebirge, Glitter und Wüstenen, die fallen für die landwirtschaftliche Produktion auch weg.

00:02:26: Das Stückchen, das übrig bleibt, wäre zweimal für die Landwirtschaft geeignet gewesen.

00:02:30: aber wegen Versiegelung von Flächen mit Strossen und Städten oder auch Versalzig und Verödung – ist das Stück auch nicht im Brauchbar.

00:02:37: zum Lebensmittel anbauen!

00:02:39: Zur Erinnerung, jetzt haben wir also noch ein sechzehntel Öpfel übrig.

00:02:43: Den teilen wir jetzt nochmal.

00:02:46: Das eine Stück fruchtbares Land ist durch Erosion, also von Wind und Wasser abgetragen worden.

00:02:52: Bleibt also noch einen Zweiundrissigstil – das mini-Stuck, das schälen wir jetzt noch.

00:02:57: Das Fruchtfleisch, der Unterboden und für die Landwirtschaft eher wertlos.

00:03:01: Also nur das ganz kleine Öpflehutfetzchen, welches übrig bleibt!

00:03:05: Das ist die dünne, fruchtbare Humusschicht der Milliarden von Menschen ernährt.

00:03:10: Auf dieser Fläche muss alles wachsen – von Getreide, Früchte und Gemüse bis Baumwolle für unsere Kleider usw.

00:03:17: So zusammenhängen und die globale Landwirtschaft greifbar und verständlich machen, das ist das Ziel des Projekts mit dem Namen Weltecker.

00:03:25: Und das schauen wir uns heute genauer an!

00:03:28: Welteckern sind zwei tausend Quadratmeter Erleb- und Begehbare-Ackerflächen.

00:03:33: Zweitausend quadratmetern drum Weil das ungefähr etwa das ist, was jedem Mensch zur Verfügung stehen würde, wenn man die Global-Ackerfläche durch die Anzahl Erdenbürger teilen würde.

00:03:43: Wir reden hier einfach, dass wir sich einordnen können von einer Größe eines Isokefeldes.

00:03:48: Vier So-Weltdäker gibt es mittlerweile in der Schweiz auf den real angeleiten Flächenanwachsen und kleine Maßstaben abzuprochen – die häufigsten Akkorkulturen und zwar genau in diesem Verhältnis, wie sie weltweit vorkommen.

00:04:00: Ich habe mir der neueste von diesen vier Weltdäkers, Dets Zürich Anfang Sommer, genauer angeschaut.

00:04:09: Schwammendingen am nördlichen Rand von Stadt Zürich.

00:04:12: Ein paar Minuten weg vom Tram und Auto wächst und spritzt auf dem Weltaker.

00:04:17: Sonnenblumen, Trauben, Hirsen, Raps, Kohlrabi oder Erbsen – jede Pflanze hat hier sein Bett.

00:04:23: Schau dir an für ein Infos und Fakten zu jeder einzelne Kultur.

00:04:27: Am Rand des Makers steht die Initiantin und Co-Präsidentin der Weltaker Zürcher Barbara Holzer.

00:04:33: Wir haben hier angebaut rund fünfzehn verschiedene Kulturen.

00:04:38: Die sind die Massstabsgetreuung abgebrochen von ihrer Fläche, die sie auf dem ganzen Planeten belegen.

00:04:43: Das heisst, wir haben sehr viele Getreide aber wir haben auch Gemüse und Knallerfrüchte.

00:04:51: Wir haben auch Genussmittel wie Tabak

00:04:53: z.B.,

00:04:53: gerade vor uns.

00:04:55: Zwei tausend Quadratmeter Acker also das was Rhein-Rechner ist jedem einzelnen Mensch zur Verfügung stehen würde.

00:05:01: Ein Stück nebenan steht Benedikt Bestalozzi.

00:05:05: Der gelähmte Landwirt ist verantwortlich für alles, was hier wächst.

00:05:09: Es war eine Herausforderung, dort das Abbild der weltweiten Ackerfläche herzukriegen.

00:05:14: Also wenn globalvierzig Prozent von der Fläche mit Getreiden bestückt sind, hat er müssen schauen, dass auch auf dem Weltaker auf vierzig prozent für die Fläche Gersten Hirsereis, Mais und so weiter wachsen.

00:05:26: Ja, ich habe eigentlich ... Ich habe mit der Exakt auf die Zweikommastelle übergekommen, global.

00:05:32: Und ich bin schon einige Stunden am Tisch gesessen und habe versucht, diese Flächen einzupassen, damit sie genau auf die zweitausigen Drahtmeter aufgehen können.

00:05:44: Und genau noch auf dieser Fläche, in der wir es hier stehen, passen können.

00:05:47: Wie ein zweitaussiger Teil einer Päsel sozusagen!

00:05:50: Wie eine grosse Sputze also?

00:05:51: Wenn man so durch den Acker läuft merkt man, dass er ein Abbild von der Welt ist.

00:05:55: Es hat nämlich viele Exotiken drin Mango, Baumwolle, Bananen und Kaffee.

00:05:59: Benedikt läuft ein paar Schritte und bleibt vor einem etwa drei mal fünf Meter grosser Bett stehen.

00:06:05: Die Kautschuk ist auch witzig.

00:06:06: Es ist doch eine relativ grosse Fläche.

00:06:08: Und das hat ja nicht im Sinn.

00:06:09: Aber für was braucht man die Kautchuk?

00:06:11: Für Autoreifen zum Beispiel, Flugsypnöfe zum Beispiel.

00:06:14: Er konnte sich erst entwickeln, dank dem er herausgefunden hat, um den Gummiproduzieren mit dem Kautischuk zu produzieren.

00:06:20: Also es ist eigentlich die Fläche, die man braucht fürs Auto fahren kann.

00:06:23: Man merkt, der Acker ernährt nicht nur.

00:06:24: Er liefert auch Rohstoffe – eben für Gummis, aber auch Fasern oder Pflanzen für Bio-Triebstoffe.

00:06:31: Was auf der Welt angebaut wird, aber bei uns halt nicht wächst, wird trotzdem Mastabgetreut angestellt, halt einfach mit einer Ersatzkultur.

00:06:38: Im Fall vom Kautschuk ist ein Buch weizen.

00:06:41: Benedikt läuft weiter zu den Ölfrüchten.

00:06:45: Dann sind die Abs und Zunnenblumen.

00:06:47: Das ist das, was man kennt.

00:06:50: Und das, etwa fast gleich die grosse Fläche.

00:06:54: Erdnüsse!

00:06:55: Ja... Wir kennen es auch nur aus dem Sammich-Lassack.

00:06:59: Aber eigentlich gut, erdnussöl hat man manchmal in einem vergessenen Ölschubladen stattgefangen.

00:07:05: Aber das ist doch eine grosse Flache und diese kommt eben schön und auf diese freue ich mich besonders.

00:07:10: Man kriegt auf dem Weltag ein Gespür für die Dimensionen und Dateile was global alles so wächst.

00:07:16: Augefällig sind die Vierzig Prozent Getreide, die zum grossen Teil auch als Tierfutter genutzt oder in vielen Ländern auch zu Biokraftstoffe erarbeitet wird.

00:07:25: Spannend ist es auch, wenn man sieht, dass nur gerade auf etwa drei Prozent der Rackerfläche Gemüse wächst.

00:07:31: Irgendwenn geht einem auch der Gedanken durch den Kopf im Moment – was sie essen braucht ja je nachdem ganz unterschiedlich viele Ressourcen und Flächen.

00:07:39: Anschaulich wird das Ganze, wenn wir's auf einzelne Teller runterbricht!

00:07:43: Die Barbara Holzer steht vorm Flächenbüfe, wie es heisst.

00:07:46: Mit farbigen Schnürs sind verschiedene grossen Flächen abgesteckt.

00:07:49: Alle stehen für unterschiedliche Menüs.

00:07:52: Wir sehen einerseits ein Schnitzel mit Bumfritt und Salat.

00:07:56: Das braucht am meisten Platz.

00:07:58: Das sind etwa zwei Komma-Eis-Kodratmeter.

00:08:02: Fast gleich, vielleicht weniger.

00:08:03: Es wäre ein Döner also mit Falafel, also einem vegetarischen, weil Kichererbs auch relativ viel eine flächende Intensivikkultur ist.

00:08:13: Was relativ viel kleiner ist, ist Spaghetti Bolognese.

00:08:18: Das ist eine mittlere Grösse und was ein Salateller mit Brot und Ei braucht auf die Fläche, ist noch mal etwas kleiner.

00:08:28: Der Weltacker ist eigentlich ein Bildungsprojekt für Kinder aber längst nicht nur.

00:08:32: Es soll zum Notdenken anregen über unsere Ernährung, über die Lebensmittelproduktion und über die Ressourcen, die dafür gebraucht werden.

00:08:40: Das kann etwas beitragen zu unserem Fussabdruck, wenn man schon als Kind erfährt was es heisst.

00:08:46: Was es braucht dass wir am Schluss etwas essen haben vom Teller und das ist viel komplizierter.

00:08:51: also jetzt von der Klimawirksamkeit ist es viel komplizer.

00:08:57: Wissen Sie, ich sollte nicht fliegen.

00:08:58: Das ist ein Verbrennungsmotor und der steht CO² aus.

00:09:02: Beim Essen ist es viel komplizierter.

00:09:04: Es ist individueller und hat extrem viele Faktoren.

00:09:08: Wenn man das besser versteht, kann man sein Verhalten entsprechend abpassen aber man muss es eben verstehen können.

00:09:16: Ein Spaziergang über den Welttaker soll also der Blick schärfen.

00:09:20: Er lässt die Zeit zum Notenken und macht die weltweite Lebensmittelproduktion erlebbar.

00:09:26: Viele Themen haben wir jetzt schon antiebt und gestreift, aber einige werden wir noch vertiefen.

00:09:31: Und zwar mit Stefanie Wirt.

00:09:32: Sie ist Geschäftsführerin von Welttaker Schweiz – das ist Dachorganisation für alle Weltecker, die sie in unserem Land gibt!

00:09:39: Die Organisation koordiniert und hilft beim Aufbau wenn es darum geht neue Weltecke zu lancieren.

00:09:44: Einer der Nächsten soll übrigens im Kanton Grabünden angeleitet werden, aber dazu erzähl ich euch den Schluss noch mehr.

00:09:52: Zuerst... Schauen wir mit Steffani, was so ein Weltdaker uns sonst noch alles erzählt rund um globale Landwirtschaft, rund um Böden und das Klima.

00:10:01: Als erstes wollte ich von ihr wissen, wo eigentlich die Idee des Weltdakers kommt.

00:10:06: Der erste Weltdiker stand in Berlin durch Zukunftstiftung der Landwirtschaft.

00:10:11: Und zwar unter den Federführungen von Benni Herrlin, der mit Autor war, von dem Weltag-Rabricht, welcher im Jahr two thousand eight publiziert wurde.

00:10:19: Die Idee war, dass man möchte ... Diese Erkenntnisse, die in diesem Weltagrarbricht reisen, sind der Menschen einfach vermittelt.

00:10:28: Darum war dann auch die Grundidee eigentlich, dass man diese grossen globalen Zahlen auf ein menschliches Mass anbrechen kann – eben auf diese zwei Tausend Quadratmeter, wo pro Person zur Verfügung stehen

00:10:39: würde.

00:10:40: Man sieht nicht ganz viele.

00:10:41: Wenn man durchläuft und verschiedene Kulturen sieht, sieht man grössere Verhältnisse.

00:10:46: Aber aus deiner Sicht, was sind die zwei zentralen Botschaften, die ihr eigentlich vermitteln

00:10:52: will?

00:10:52: Das ist nicht unbedingt das, was meine Sicht ist.

00:10:54: Das ist die Sicht von Weltdecker Schweiz und aber auch der internationalen Koordinationstelle.

00:10:59: Auf allen Welteckern möchten wir drei zentrale Botschafte vermittelt werden.

00:11:03: Die erste ist, dass eben genug für alle hier ist.

00:11:07: Dann die zweite Botschaft ist, jeder Bisse seinen Ort hat.

00:11:11: Also alles, was wir zu uns nehmen, ist irgendwo gewachsen.

00:11:15: Und die dritte Botschaft ist, Leben ist Vielfalt.

00:11:18: Vielfald ist Leben.

00:11:19: Sprich von diesen eigenen zweitausend Quadratmetern, die wir zur Verfügung haben, muss eine Vielzahl der anderen Lebewesen auch erleben können.

00:11:28: und nur wenn diese Lebewesse auch vorhanden sind geht es am Boden gut, geht es uns gut und kann das überhaupt alles wachsen?

00:11:38: Du hast gesagt, das ist wirklich die Sicht der Organisation Welt.

00:11:42: Aber jetzt ganz für dich persönlich ... Hast du auch noch eine Ah-Erkenntnis?

00:11:47: Wenn du auf so einen Acker gehst oder vielleicht wenn du zurückerinnern bist, wo du in Kontakt kamst mit einem Acker?

00:11:53: Was ist dir hier im Saal gesprungen?

00:11:56: Es fängt an bei mega banalen Sachen wie zum Beispiel mal zu sehen, wie sieht überhaupt der Riespflanzen aus und wo wächst denn eigentlich dieser Pflanze?

00:12:11: Das erste Mal auf der Führung war die Zuteilung zu den Oberkategorien, die wir auf dem Weltacker haben.

00:12:16: Man hat dann mitgeraten, was man jetzt denkt und was Anteilsmäßig wie viel Platz einnimmt.

00:12:23: Da mein Kleiderschrank auch relativ gut gefüllt ist, habe ich natürlich gedacht ja, da braucht es schon relativ viel Platz um hier die ganze Baumwolle produzieren, die ich nachher am Körper habe.

00:12:35: dann feststellen, nein.

00:12:37: Eigentlich ist das nicht das, was am meisten Platz nimmt auf mein Weltaker.

00:12:41: Ja...

00:12:42: Also doch die Momente, wo ja Augen öffnen eigentlich?

00:12:45: Auf jeden Fall!

00:12:47: Und ich finde schon auch so diese... mich zentriert sich ja dann so auf sein eigenes Leben und auf was bei uns zum Beispiel auch viel gegessen wird.

00:12:55: also sehr oft, auch wenn ich nachher jetzt auf Führungen mit dabei war, bei diesem Einstiegsspiel sozusagen kommt mega oft Oder haben die Leute das Gefühl, dass Herr Döpfel das ist, was sehr viel wächst.

00:13:09: Wir essen relativ viele Herrdöpfe und sind relativ präsent.

00:13:12: Und dann aber zu merken, ahah!

00:13:15: Herr Döffel ist nicht einmal die Wurzelfrucht, die weltweit am meisten abbaut wird.

00:13:19: Das sind andere Wurzelfrüchte.

00:13:22: Es gibt auch insgesamt gar nicht so viele Wurzelfrüchte, welche weltweit abgebaut werden.

00:13:28: Also es zeigt auch ein bisschen, dass doch viel Missverständnis auch umsinn?

00:13:33: Ja, ich würde es nicht mein Verständnis nennen.

00:13:36: Es geht wie auch so darum und das finde ich schön und wichtig am Weltakker-Projekt zu öffnen für über die Schweiz.

00:13:46: Was passiert eigentlich in anderen Ländern?

00:13:48: Aha!

00:13:49: Herr Döpfel ist nicht überall ein Grundnahrungsmittel sondern Menschen in anderen Länder ernährt sich anders

00:13:56: Wenn man über den Weltaker geht.

00:13:57: eben sind es zwei tausend Quadratmeter.

00:13:59: Es ist etwas grösser als ein ISOK-Feld.

00:14:02: Wenn ich mir so überlege, ich hätte einen grossen Garten, dann würden wir ja locker lang von den ganzen Jahren.

00:14:06: Also die Fläche ist relativ gross, habe ich das Gefühl ... wenn man es herummünzen tut aufs Essen, also tust du das?

00:14:14: Das ist schon auf jeden Fall so.

00:14:16: Zwei Tausend Quadratmeter sind wie ich vorhin schon gesagt habe sehr viel.

00:14:20: Also das könnte man nicht alles alleine als Mensch verspiesen glaube ich, was auf so zwei Tausende Quadratmetern wachsen kann.

00:14:27: Es ist aber jetzt so, dass wir uns nicht nur von diesem ernähren, sondern auch Textilien auf dem Acker wachsen, die aus Naturfasern hergestellt werden.

00:14:39: Gleichzeitig wird der Tiervorder hergestellt aufm Acker.

00:14:45: Kühe und andere Widerkäuer ernährend sich natürlich auch sehr stark von Weisen und Weiden, die ja noch dazugekommen zu diesen zwei Tausend Quadratmeter.

00:14:55: Aber ... Auch Kühe und andere Wiederkeuer werden inzwischen sehr stark mit Lebensmitteln gefüttert zum Teil.

00:15:07: Dann eben

00:15:07: auch

00:15:08: Hühner und Schweine essen natürlich auch mit vom Acker, sodass am Schluss gut ein Drittel sicher in Tierfütterung geht.

00:15:18: Dazu kommt natürlich auch noch Die Treibstoffe, die auch hergestellt wird mit Ackerprodukten und in diesem Sinn auch eine Konkurrenz zur Ernährung von unseren Menschen.

00:15:32: Das ist in der Schweiz verboten.

00:15:34: Wir können keine Treibstoffen herstellen und in Konkurrents mit Lebensmitteln sein – aber im globalen Durchschnitt.

00:15:42: Und das ist ja das, was wir auf dem Weltakt zeigen.

00:15:44: Es fließt einen grossen Teil auch in den Tank.

00:15:49: Wie viel Prozent der Fläche geht wirklich direkt?

00:15:52: In die menschliche Ernährung, also wenn man jetzt Kleidung und Tierfutter rausnimmt.

00:15:57: Was wächst dann konkret direkt weltweit für den Menschen?

00:16:01: Die gute Drittel der Fläche ist für die menschenlöcher Ernährungen.

00:16:05: Zwei Tausend Quadratmeter, das wäre die gerechte Verteilung pro Mensch.

00:16:08: Aktuell ist es aber so, dass in Europa im Schnitt ein Einwohner rund drei Tausende Quadratmetern verbraucht.

00:16:14: Das würde alle so leben wie wir.

00:16:16: Braucht man wahrscheinlich mehr Planeten, sicher auch mehr Ackerfläche?

00:16:20: Warum ist der Flächenverbrauch von einer Mitteleuropäer in so hoch und vergleichen zu anderen?

00:16:25: Es beginnt bei den Ernährung von uns.

00:16:29: In der Schweiz essen wir sehr viel tierische Produkte.

00:16:34: Das ist einerseits nicht unbedingt gesund für uns selbst aber auch nicht gesund fürs Klima.

00:16:41: Und die tierischen Produkte benötigen eben auch Ackerfläche.

00:16:46: kann das mal überschlagen und so rund drei Hundert Quadratmeter gehen eigentlich weg für Fleisch.

00:16:54: Und für Milch- und Käse noch einmal gut hundert Quadrate Meter, einfach so, wenn man das mit globalen Durchschnittszahlen rechnet.

00:17:03: Zuerst kommt natürlich auch, dass wir relativ viel Essen fortschmeißen.

00:17:09: Also insgesamt ein Drittel der Produktion wird nicht auf Meteller landen.

00:17:18: Ein Drittel davon entsteht bei uns die Hei in der Haushälte.

00:17:23: Wenn wir das jetzt wieder auf den Weltaktor umrechnen, sind das zwei Hundert Quadratmeter, wo wir die Heie quasi wieder in Kübel schmeißen.

00:17:33: Wenn man es auf die ganze Fläche oder der ganze Foodway ist aufgerechnet, sind es sechshundert Quadrate Meter, die wir weggeschmeißen.

00:17:41: und ich finde das schon auch ... Wenn man dann auf dem Weltdaker steht und sich vorstellt, dass jetzt ein Drittel von dem, der hier wächst, direkt wieder in die Tonne kommt.

00:17:53: Ich finde es macht etwas mit einem.

00:17:54: Gerade wenn man vielleicht auch noch den Landwirt sieht oder die Landwirte hin, die sich um diese Fläche kümmern.

00:18:01: Sich zu vorstellen, dass man jetzt einfach ein Drittel dieser Arbeit, die er oder sie gemacht hat im gewissen Sinn nicht wertschätzt und fortschmeißt.

00:18:10: Das tut weh!

00:18:11: und erhofft, dass wir dazu beitragen können, dass das der Leute bewusster wird.

00:18:16: Du hast eben gesagt, Tierhaltung, Fleischkonsum ist flächend intensiv, Foodwaste, wo eigentlich Fläche verbraucht werden würde für nichts.

00:18:26: Aber die Themen Import – also ... Wir essen viele Lebensmittel auch, die ganz anders gewachsen sind.

00:18:34: Man lebt vielleicht auch um einen gewissen Teil mit dem Essverhalten auf anderen.

00:18:41: Erdteile eigentlich.

00:18:44: Genau, das ist sicher auch etwas, was wir den Leuten sehr ins Bewusstsein holen wollen.

00:18:49: Das ist nicht alles, was sie essen in der Schweiz wachst.

00:18:54: Es beginnt nur schon wenn man sich die Größenverhältnisse einmal vor Augen führt.

00:18:58: Wir zeigen zwei Tausend Quadratmeter mit dem Weltacker aber in der Schweizer hat man nur rund vierhundertfünfzig Quadratmetern Ackerfläche.

00:19:07: ungefähr pro Person braucht aber ... Beinahe hat rund dreitausend Quadratmeter.

00:19:12: Da kann man relativ schnell sich ausrechnen, dass ein grosses Teil der Lebensmittel importiert wird.

00:19:19: und was wir einfach auch wenn die Leute vermitteln, ist das mit allem wo sie einkaufen sie eigentlich irgendwo auf den Welt am Landwirt an einer Landwirts in einen Auftrag erteilen, das für sie zu produzieren in dieser Qualität.

00:19:35: wo sie es auch noch fragen

00:19:37: Stephanie wird über Landverbrauch, über Ressourcen, Thema Klimawandel.

00:19:44: Wie spielt das in die ganze Weltakerthematik auch ein?

00:19:49: Das ist auf jeden Fall immer präsent.

00:19:52: Meines Erachtens sind es vier Themen, die auf dem Weltaker besonders präsente sind im Bezug aufs Klima.

00:19:58: Einerseits Boden als Grundlage für all unserem Essen bzw.

00:20:02: von ninety-fünf Prozent des Essens.

00:20:04: Also gesunden Boden ist extrem wichtig einerseits als Produktionsgrundlage, andererseits natürlich auch als potenzieller Zusatzspeicher von CO².

00:20:17: Ein anderes wichtiges Thema ist Biodiversität und die Vielfaltaufmacher aus unserer Sicht eine Grundlage für resiliente Landwirtschaft.

00:20:30: Ein weiteres Thema, das wir auf dem Weltaktor sehen können, ist Saisonalität und Regionalität.

00:20:37: Einerseits sieht man, was zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt erhältlich ist oder was in der Schweiz wachsen kann.

00:20:45: Und dann sieht man mit einem anderen Fokus auch auf dem Weltdacker, was überhaupt in der Schweizer Wachstelle ist.

00:20:53: Dass kein Kakao nicht angebaut werden kann wird z.B.

00:20:58: auch ersichtlich.

00:21:00: und natürlich ein wichtiges Witterthema ist ... Die Ernährung und in diesem Sinn auch die Tierhaltung, wo natürlich einen grossen Einfluss auf das Klima hat.

00:21:10: Aber jeder Mensch kann selbst Einflüsse nehmen.

00:21:14: Bleibt noch kurz beim Klima?

00:21:16: Also ein Forscher-Team von Rune Helsinki und Rune Zürich haben sich angeschaut wie sich Dackervlächer mit den verschiedenen Klimaszenarien verändern.

00:21:24: Es zeigt sich dass eigentlich die Anbaufläche ja... Global unter dem Strich Schuh bei einem Szenario von plus zwei Grad schrumpfen würde.

00:21:32: Man hat gelernt, der Boden ist wichtig und auch eine begrenzte Ressource.

00:21:38: Wenn das schrunken würde, würde diese Fläche noch knapp werden oder?

00:21:42: Das kommt ja auch als Bevölkerungswachstum dazu.

00:21:47: Wir haben davon aus, dass eigentlich in den Zwanzigfünfzig noch gut duzehn Fünfhundert Quadratmeter pro Person verfügbar wird.

00:21:57: Gleichzeitig hat die Weltenährungsorganisation F.A.U.

00:22:01: auch schon vor längerem ausgerechnet, dass mehr wie genügend Kalorien heute schon produziert werden würden – zum Zehn bis zwölf Milliarden Menschen ernähren.

00:22:12: Trotzdem ist Hunger immer noch ein Thema heute.

00:22:16: Es ist aber in diesem Sinn ein Zugangs- und Verteilungsproblem vielmehr als ein Produktionsproblem.

00:22:23: Und ich finde es wichtig, auch auf den Weltagger Erbricht zurückzukommen, die hier eigentlich schon wieso die Lösungen uns präsentiert hat.

00:22:32: Das ist schon im Jahr two-thausig acht, also vor ungefähr zweiundzwanzig Jahren.

00:22:35: Und zwar ist die eine wichtige Aussage, dass es eben auf die Kleibbürine ankommt und dass Frauen den Unterschied machen können.

00:22:45: Besonders wichtig finde ich, dass Hunger nur vor Ort zu überwinden ist.

00:22:50: Also das geht um Zugang!

00:22:52: Zu Land, zu Saatgut und zu Wasser.

00:22:55: Zu den nötigen Ressourcen für die Menschen vor Ort.

00:23:00: Wer auf den Weltdäckern geht, macht sich Gedanken über sein Essen oder seine Ernährung.

00:23:07: Was hat man in zehn Jahren schon erreicht?

00:23:10: Bald zehn Jahre gibt es das Projekt hier in der Schweiz, wo steht man?

00:23:17: Stand heute haben wir vier Weltdärker in der Schweizer.

00:23:20: Weitere Projekte sind im Planen- und Aufbau.

00:23:24: Insgesamt haben wir über zwei, dreißigtausend Menschen auf einem Weltdecker empfangen und sie in einem unserer Bildungsprogrammen über den Weltdeckern geführt.

00:23:34: Dann gibt es natürlich auch inzwischen ein sehr starkes Netzwerk zwischen diesen Weltdecken in der Schweiz aber auch international, wo es über dreißige Projekte gibt.

00:23:43: Statt man miteinander im Austausch, hilft erneut bei Fragen zum Anbau, aber auch bei Fragen zu Bildungsthemen.

00:23:50: Und was uns natürlich besonders freut, ist dass wir eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der landwirtschaftlichen Grundbildung.

00:23:59: Dort kommen seit dem letzten Jahr alle Klassen auf den Weltkirch Bern und bekommen so auch ein bisschen nochmal eine globale Perspektive im Rahmen ihrer Ausbildung.

00:24:12: Wir hoffen, dass man das Modell dann auch in Zürich und in Nattisville und auch in Nouglar bieten

00:24:19: kann.

00:24:21: Stephanie wird vom Weltaker-Schwitz.

00:24:24: Die Idee von dem Weltaker, die soll weitergehen und andere also inspirieren.

00:24:28: In verschiedenen Kantonen laufen zurzeit Überlegungen so ein Weltaker anzulegen – eben wie gesagt auch im Kanton Grabhünde.

00:24:36: Letztes Herbst ist Stötterverein Weltacker Grabhinde gegründet worden.

00:24:40: Die letzten Monate haben Initiantinnen und Initianten das Projekt Führschied trieben und aufgeleist.

00:24:46: und jetzt den Gott ans Fundraising!

00:24:47: Der Standort ist schon klar, der Weltlager soll am Rand von Stadt Kura angeleitet werden.

00:24:53: Der Boden stellt den Kanton konkreter Plantenhof, also das landwirtschaftliche Bildungs- und Beratungszentrum vom Kanton zur Verfügung.

00:25:00: Julia Casale ist eine der Initianten und Co-Präsidentin des Vereins.

00:25:05: Der Nährungsberaterin dreht die Idee schon länger mit sich herum – hat sie mir erzählt, wo ich sie getroffen habe?

00:25:10: Vor ein paar Jahren im Rahmen der Tätigkeit als Ernährungs-Beraterin habe ich wirklich gemerkt ... Die Bevölkerung und insbesondere auch die Kinder recht weit weg sind.

00:25:21: Wie baut man Nahrungsmittel an?

00:25:24: Wo kommt unser Essen

00:25:25: her,

00:25:26: was braucht

00:25:27: es?

00:25:27: Also jede Person, der selber einen Gag hat merkt wie aufwendig das es ist den Kampf gegen Schnecke, gegen Türei immer besser an bis nun schon mal ein Brokkoli kommt.

00:25:41: Und wir essen das eigentlich mit einer gewissen Selbstverständlichkeit.

00:25:45: Und dort habe ich wie auch Möglichkeiten gesucht, dass wir einen Bildungsort vielleicht in Raum Kuhr entwickeln könnten.

00:25:55: Nach einem Besuch auf dem Weltdager Zolli-Kofen bei Bern wurde ihr klar, das sei es erzählt sein.

00:26:02: Das hat mir mega Eindruck gemacht und habe gefunden genau so etwas müsste man im Kanton Graubünden haben, weil die bisherigen Welteckern in der Schweiz sind ... sind zentral und westschweizorientiert.

00:26:15: Und eigentlich haben wir einen grossen Look, Südost-Schweiz-Ost-Schwiz hat es bisher nichts.

00:26:21: Für Julia Casale also eine Herzensangelegenheit.

00:26:24: Und für das Drehköpfige Kernteam geht jetzt die Suche noch geldlos!

00:26:29: Wenn das erfolgreich ist, soll der Bündner Weltaker in seine erste komplette Saison starten.

00:26:38: Wer jetzt noch mehr wissen will zur Weltakkeridee ... Soll ein Blick in die Show-Notes der Episoden werfen.

00:26:43: Dort habe ich euch einen Haufen Links zum Themen hinein tun und Impressionen vom Weltdaker zu Zürich, die gibt es auf Instagram.

00:26:49: Ihr findet uns dort unter.

00:26:51: Klima bauen!

00:26:52: Wir danken dem Netzwerk Klima & Landwirtschaft für die Unterstützung und euch auch Danke fürs Zulosen.

00:26:58: Gerne bis zum nächsten Mal bei Landwirtschaft – Klimawandel.

00:27:01: mit mir, Silvio Lichti.

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